So, was lange währt wird endlich gut. Hier ist mein diesjähriger Bonn Triathlon Bericht, viel spaß damit :)
Am 14.06.2009 war es dann zum dritten Mal soweit. Der Bonn Triathlon stand im Kalender. Dieses Jahr mit einem Freund, den ich irgendwie mit dem Triathlonvirus infiziert hatte und seit etwa einem halben Jahr die eine oder andere Trainingseinheit zusammen vollzog. Das ganze begann früh morgens schon recht hektisch, da mein Mitstreiter halt noch keine Routine im Thema – was muss mit- und „wie richte ich meine Wechselzone ein“ hat. Das ganze machte mich dann später auch etwas nervös, weil bereits die letzten Aufrufe für den Bustransfehr zum Schwimmstart erfolgt waren und wir immer noch nicht alles sortiert hatten, aber weitere Pannen meinerseits folgten noch.
Zum Video bitte klicken!! Die diesjährige Warterei auf der Wiese vor dem Schwimmstart fiel dementsprechend kurz aus und so befanden wir uns kurze Zeit später bereits in unserer Gummipelle auf der Fähre und warteten auf das Startsignal.
Die ersten Meter im Rhein schaute ich erstmals nach meinem Kollegen ob alles OK sei was er bejahte, war ja nichts anderes wie im Freibad, nur halt etwas dreckigeres Wasser das fliest J
Meine Schwimmbrille, die mich an diesem Tag noch länger begleiten sollte, war an diesem Tag überhaupt nicht mein Freund, trotz vorherigem entfetten etc. beschlug sie alle paar Meter, was mich erstens eine ganze Zeit den Takt versaut hatte und zweitens einen schönen Zickzack Kurs bis zum Schwimmausstieg bescherte. Der mir bereits bekannte lange Fußweg bis und durch die Wechselzone war wieder äußerst unangenehm, da dort ja Barfuß über Asphalt und Pflastersteine gelaufen werden musste.
Der erste Wechsel fluppte richtig gut, Startnummernband, Helm, Brille, Schuhe und ab die Post in die Berge, kurz nach erreichen des Radstartpunktes, der wiederum ca. 300m Barfußlaufen mit Fahrrad bedeutete klemmte es das erste mal. Die Hektik war`s mal wieder, die meine Schuhe nicht einrasten ließen. Dann nach weiteren 600m viel mir dann auch noch der Gedanke, das ich die Schnellspanner der Laufräder in der Hektik nur leicht angezogen hatte, also angehalten und festgezogen, bei den Abfahrten auf der Radstrecke war mir das den Zeitverlust wert. Ein Zwicken am Hals erinnerte mich dann an meine Schwimmbrille, die ich diesmal nach dem Schwimmen nicht ausgezogen hatte sondern nur runter um den Hals geschoben hatte. Die musste dann jetzt halt die 60km Rad mitfahren.
Der erste Berg war mir wohl bekannt, also großes Ritzel und schönen Frequenz suchen. Klappte alles wunderbar soweit, der zweite Berg bei km 23 war auch schnell abgehakt als mir der Gedanke kam, ich sollte auch mal was trinken dabei, da war es aber bereits zu spät, mein Puls war ab da nicht mehr unter 170 zu bekommen und mein Magen verkrampfte zunehmend.
Berg Nr. 4 war es dann an dem ich dieses Jahr richtig zu knabbern hatte, der war zwar nicht mehr sehr hoch und lang, hat mir aber gereicht um danach auf der Geraden nur noch rum zu eiern. Ende vom Lied war ein knapper 29er Schnitt und offiziell 6 Minuten schlechter wie letztes Jahr, was mich doch etwas stutzig machte. Die Ursache dafür lag letztendlich in der Positionierung der Zeitmessmatten im Bereich der Wechselzone. Letztes Jahr lagen dort 2 Matten, am Eingang sowie am Ausgang der Wechselzone, die eine sehr genaue Rad zeit ermöglichte. Aufgrund der neuen Laufstrecke wurde 2009 aber die zweite Messmatte am Wendepunkt der Strecke positioniert um ein abkürzen der Läufer zu vermeiden. Diese Matte fehlte natürlich in der Wechselzone, womit die Wechselzeit in der über 500m langen Wechselzone mit zur Rad zeit gewertet wurde. Die Trinkflasche kam dann wieder halbvoll in der Wechselzone an (worüber sich mein Partner sehr freute als er nach mir in die Wechselzone kam, denn der hatte vergessen seine Radflaschen mitzunehmen J). Interessant was man im Wettkampfeifer alles so vergisst was eigentlich im Training genau trainiert wird!!
Der Wechsel vom Rad zum Laufen war persönlich fast Rekordverdächtig schnell und so war ich im nu auf der Laufstrecke die dieses Jahr aus 3 Runden a`5km bestand, also einen Kilometer mehr als in den Vorjahren. (obwohl viele sagen das es mehr als 15km gewesen sein müssen). Die Magenkrämpfe waren Gott sei dank relativ schnell verschwunden was mir aber nicht viel nutzte, da die Seitenstiche und die Rückenschmerzen vom Radfahren auch gereicht haben mir die Laufzeit zu vermiesen. Erst gegen Ende der 2. Laufrunde war ich imstande überhaupt mal halbwegs Konstant zu laufen, zwar in kleinen Tippelschritten, aber immerhin. Mehr ging nicht.
Mein erhofftes Ziel meine Zielzeit < 4:00:00std zu drücken habe ich mir auf der Laufstrecke aus dem Kopf geschlagen, Endergebnis war dann eine 4:22:xx Std.
Sehr ernüchternd aber wohl die Strafe für das gute und reichliche Essen in Verbindung mit dem ein oder anderen alkoholischen Getränk über das lange Wochenende.



